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My Exchange Year in the USA

Über Mich

Ich heiße Sabine, bin 16 Jahre alt und komme aus Sachsen-Anhalt. Ich habe jetzt die 10.Klasse an einem Gymnasium abgeschlossen und gehe für das Schuljahr 2015/16 in die USA. Ich bin eine der Glücklichen, die ein Vollstipendium durch das Parlamentarische-Patenschafts-Programm erhalten hat. Ich bin sehr froh, diese Chance bekommen zu haben, weil ich ohne sie, kein Austauschjahr erleben könnte.
In meinem Blog werde ich etwas über die Vorbereitung auf mein Austauschjahr schreiben, aber natürlich auch über mein Austauschjahr selbst.
Gelegentlich lade ich dann natürlich auch mal Fotos hoch 😉
Momentan weiß ich noch nicht in welchen Staat ich kommen werde, meine Gastfamilie kenne ich also auch noch nicht. Sobald ich irgendetwas neues erfahre, wird es auch hier in diesem Blog stehen.
Wenn ihr interessiert seid an mir und meinem Austauschjahr, dann schaut einfach immer mal wieder rein!

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Hervorgehobener Beitrag

Thank You

Soon it’s time for me to go back to Germany so I wanted to take this as an opportunity to thank everyone here in the states for making my exchange year so unique and wonderful. First of all, I want to thank my host family for opening their home and hearts to me. Thank you for all your support and effort that you put in to make every experience a good one.

Another big part of my life here has been my neighborhood. It felt so good to be welcomed with open arms from Day 1. Thank you to all my neighbors for all your kindness and hospitality. I will miss seeing you and chatting with you whenever we walked the doggies!

I’ve made such incredible friends during the past 10 months and I’m so thankful for that as well. Thank you for showing me around, inviting me to all kinds of stuff and being there for me.

Then there’s school-which was challenging at first, but soon became routine. Thanks to all my teachers, my guidance counselor, my principal and everyone else who helped me throughout the year and made studying at WMHS possible. I had a fun year of American High School that I’ll never forget. 

There’s a lot of people I’ve met wherever I went during my exchange year which was so exciting. Everyone was so interested and curious. Thank you for asking questions, helping me to understand things better and wishing me just the best. That includes not only people I met, but also people that I’ve just been introduced to electronically. 

I love all of you so much and I will certainly never forget what you have done for me. ❤

Fortunately I am able to say the same thing now, that I said when I left 10 months ago: 

How lucky I am to have something that makes saying goodbye so hard. 

Until next time! 

Bald heißt es Abschied nehmen…

Vor ungefähr einem Jahr habe ich meine Abschiedsfeier zuhause gehabt mit meinen Freunden, meiner Familie. Ich war aufgeregt, wusste noch nicht wohin meine Reise mich bringen würde und habe angefangen mich zu verabschieden und mich vorzubereiten auf mein Austauschjahr. Jetzt ist es Ende Juni und mein Austauschjahr ist so gut wie vorbei. Das heißt ich muss mich bald verabschieden von meinen Freunden und meiner Gastfamilie, was garantiert nicht einfach sein wird. Gerade bereite ich mich also auf meinen nächsten Austausch vor. Diesmal geht es nach Hause und ich bin total gespannt und aufgeregt, was so passiert ist, was ich verpasst habe und wie sich Leute als auch meine Umgebung verändert haben. Es wird nicht immer einfach sein, wenn man wieder nach Hause kommt und einem wird sicherlich noch viel mehr bewusst in wie vielen Aspekten man sich selbst verändert hat. Darüber kann ich dann aber in einigen Wochen schreiben, wenn ich auch tatsächlich wieder zuhause bin.

Meine Abschiedsfeier hier, hatte ich mit meiner Gastfamilie, Schulfreunden, Nachbarn und Bekannten. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung wie viele Leute da waren, aber es waren eine Menge und wir hatten eine Tonne Essen und vor allen Dingen eine Menge Spaß. Obwohl ich mir nichts gewünscht hatte wurde ich mit Geschenken überhäuft, die ich jetzt alle irgendwie nach Hause bekommen muss. Meine Koffer habe ich schon gepackt-so gut wie es geht zumindest und bis jetzt sieht alles ganz gut aus. 

Ich melde mich nochmal in den nächsten Tagen bevor es nach Hause geht! 

XOXO Sabine 

We’re feeling the Bern

Endlich war es so weit. Die primary season ist bald vorbei, aber vorher durften New Jersey und einige andere Staaten am 7. Juni noch wählen. Im Februar fingen die offiziellen Wahlen an, das Spektakel begann allerdings schon letzten Herbst. Ich erinnere mich sehr gut an die erste Debatte der Republikaner Mitte September, bei der ich das erste mal so wirklich amerikanische Politik schnuppern durfte. Seitdem sind nun fast neun Monate vergangen und es ist eine Menge passiert. Von zwölf (relevanten) republikanischen Kandidaten ist einer übrig-Donald Trump. Auf der demokratischen Seite sind Hillary Clinton als auch Bernie Sanders noch im Rennen. Hillary Clinton und Donald Trump haben allerdings schon die benötigten Delegaten gesammelt, um die Nominierung ihrer Partei für die Wahl zur Präsidentschaft zu erlangen. Offiziell wird das aber erst Ende Juli, wenn beide Parteien ihre conventions (Parteitage) haben.

Sicherlich dringen so einige unglaubliche oder verwunderliche Nachrichten über den Kampf zum/zur Präsidenten/Präsidentin durch. Viele Spezialisten und Politikinteressierte sind sich bereits einig, dass diese Wahlen total außer Kontrolle sind und sich von allen bisherigen abgrenzen. Als ich in die USA gekommen bin und die erste Debatte der republikanischen Kandidaten gesehen hatte, ist mir die Kinnlade runtergefallen und ich wäre fast vom Stuhl gekippt. Politik wurde als Nichtigkeit abgeschrieben, stattdessen durfte man sich an unzähligen Beleidigungen und respektlosem Benehmen erfreuen, das bei Donald Trump angestiftet wurde. Mein erster Gedanke: Und diese Leute wollen Präsident/in der Vereinigten Staaten von Amerika werden? Das wahrscheinlich machtvollste Land auf unserer Erde? Ich kann ohne große Zweifel sagen, dass ohne Trump, keiner der Kandidaten sich so benommen hätte über die folgenden Wochen und Monate. Zuerst waren die Kommentare ziemlich einseitig, aber nach einigen Debatten und Wortgefechten in den sozialen Medien fühlten sich auch die restlichen Kandidaten verpflichtet, etwas mit Worten zu feuern. Es war natürlich auch sehr schwierig, da jedes Mal, wenn ein politisches Problem angebrochen wurde, von zum Beispiel Marco Rubio oder Ted Cruz, der Superreiche unterbrach und statt das Problem zu adressieren, einfach anfing auf persönlichem Level zu beleidigen. Das Publikum ist nunmal was es ist und fing an die Debatten aus schierer Unterhaltungslust zu gucken. Zuschauerraten für republikanische Debatten schnellten in die Höhe und man muss schon sagen, dass es zu Zeiten wirklich sehr unterhaltend war.

Bei dem ganzen Theater in der republikanischen Partei war die demokratische zweite Hälfte oft total in Vergessenheit geraten. Nachdem sich der erste Sturm aus Begeisterung oder Empörung gelegt hatte, wurden die demokratischen Kandidaten kritisch beäugt. Da hätten wir also Hillary Clinton, die „immer lügt“ und Bernie Sanders, der „ein totaler Kommunist ist“. Hillary Clinton hat bereits eine eindrucksvolle politische Karriere hinter sich – vielleicht sowas wie die Angela Merkel Amerikas. Neben First Lady (1993-2001) war sie schon Senator im Staat New York (2001-2009) Secretary of State (Außenminister, 2009-2013) und ist in 2008 erfolglos gegen Barack Obama als Kandidatin zur Präsidentin angetreten. Nach ihrem Job als Außenministerin durfte sie sich mit dem Benghazi Skandal und mit der kontroversen Diskussion über die Nutzung ihres privaten E-Mail Servers für geheime Informationen, befassen.  Natürlich sind diese Themen sehr beliebt bei den Medien, aber auch ein gefundenes Fressen für Donald Trump und andere Republikaner. Clinton würde sich als Präsidentin vor allem für folgende Dinge einsetzen: bessere Hilfe und Beratung bei Sucht und Drogenmissbrauch; eine Finanzierungsreform für Wahlkampagnen; Energiereformen (weil Klimawandel echt ist und nicht nur erfunden, wie viele Republikaner finden); Reform für Studiendarlehen und erschwinglichere Kosten für College; Rechte für Frauen; mehr Waffenkontrolle und Hintergrund-Checks; etwas sehr wichtiges sowie aktuelles: eine neue Flüchtlings- und Immigrationspolitik sowie viele andere Dinge. Gerade diese Woche hat President Obama bekannt gegeben, dass er Hillary auf ihrem weiteren Weg zu den Wahlen im November unterstützen wird. Das hat zwar niemanden wirklich überrascht, aber immerhin ist das jetzt der offizielle Standpunkt. Hillary Clinton wäre also die erste PräsidentIN der United States of America und könnte damit Geschichte schreiben. Ein Stück hat sie schon geschrieben, mit der inoffiziellen Nominierung zur Kandidatin für die demokratische Partei.

Bernie Sanders wurde mit seinen 74 Jahren zuerst einmal als komischer Kauz betrachtet. Aber auch er, ein selbst erklärter Sozial-Demokrat, hat schon den Job als Bürgermeister hinter sich, im House of Representatives den Staat Vermont vertreten und ist seit 2007 dessen Senator. Seit seiner Jugend setzt er sich für seine Vorstellungen und Meinungen ein. Wie Hillary, gehört Bernie zur demokratischen Partei, weswegen einige oder besser gesagt viele ihrer Ziele Hand in Hand gehen. Allerdings verachtet Bernie Wall Street, womit er auch Clinton assoziiert. Er will vor allem der Mittelschicht helfen mehr Kontrolle zu erlangen, als die Oberschicht. Sanders zieht vor allem viele junge Wähler an, die begeistert sind von dem 74-jährigen und dem, was er zu sagen hat. Viele glauben, dass Bernie Sanders ein echter Gewinn für die USA sein könnte und das Land verändern würde. Das wird nun leider nicht passieren, aber immerhin hat er diese Wahlen sehr verändert und hat Hillary mehr herausgefordert, als die meisten von ihm erwartet hätten. Feel the Bern! (Sanders‘ Wahlspruch, der ziemlich eingängig ist, wenn ihr mich fragt). Persönlich bin ich sehr begeistert von Bernie Sanders und hätte mich gefreut ihn im November bei den Wahlen wiederzusehen.

Jetzt bleibt noch Trump, der seinen Anhängern ein großes Versprechen gibt: Amerika wieder ganz groß rauszubringen, was er auch in seinem Wahlspruch Make America great again! zusammenfasst. Sein Plan: eine Mauer an der mexikanisch-amerikanischen Grenze und eine Art Einreiseverbot für alle Muslime. Neustes Update: dieses Versprechen wurde jetzt von Muslimen auf alle Menschen aus bestimmten Regionen der Welt geändert, nach der Attacke auf einen Gay und Latino Club in Orlando. Außerdem hat er Kommentare gegeben, die Frauen diskriminierend waren und sehr denkwürdige Dinge gesagt über Minderheiten und Leute mit Handicaps. Die U.S. braucht also keine Waffenregulierungen, sondern mehr Einreiseverbote und eine Mauer, wie Donald Trump und viele seiner Wähler finden. Trump benutzt die Wut vieler, um seinen Weg zu gehen. Er will Terror mit Hass und Gewalt bekämpfen und steckt Leute in Schubladen. Ist es nicht das, was wir probieren zu bekämpfen? Stereotypen und Diskriminierung werden keinen Terrorist aufhalten, sondern mehr Leute anstiften. Mauern und Einreiseverbote werden mehr Probleme kreieren und vor allem mehr Hass oder Wut. Donald Trump jeden Tag im Fernsehen zu sehen, macht auch mich wütend und traurig. Zum Glück gibt es viele Amerikaner, die sich gegen Trumps Hasstiraden währen-hoffentlich sind es genug im November. Denn alle diese Menschen müssen der Welt jetzt zeigen, dass Amerika stark genug ist, um jemanden wie Trump nicht gewinnen zu lassen.

Hass wird durch Gegenhass gesteigert, durch Liebe dagegen kann er getilgt werden.

Baruch de Spinoza

 

Imagine

Gestern war ich mit Nachbarn zusammen in New York City. Zusammen haben wir uns das 9/11 Denkmal in Manhattan angeguckt. Zwei quadratische Brunnen, die genau dort sind, wo die Twin Towers standen bis zum Morgen des 11. Septembers 2001. Es ist ein komisches Gefühl an einem solchen geschichtsträchtigen Ort zu stehen, an dem tausende Menschen auf einmal gestorben sind. Alle diese Namen befinden sich am Rand der Brunnen und Angehörige und Freunde legen Blumen neben die Namen als Erinnerung. Einige Schritte entfernt befindet sich das 9/11 Museum und das neue One World Trade Center. 

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Von einem Denkmal zum nächsten. Wir alle kennen John Lennon, der zur Band The Beatles gehörte und die meisten wissen sicherlich auch, dass er erschossen wurde in New York City. Sein Apartment befand sich gegenüber von Central Park, wo John Lennon gerne Zeit verbrachte. Nach seinem Tod wurde ein kleiner Bereich im Central Park nach einem berühmten Song der Beatles in Strawberry Fields benannt. Dort befindet sich auch John Lennons Denkmal, was bei Touristen und Fans sehr beliebt ist.

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Danach sind wir dann durch Central Park gelaufen und haben gegessen, geguckt und vor allem geschwitzt. Zum Glück hilft Eis immer und man kann auch nicht zu viel davon haben.

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Bis bald,

Sabine ❤

Mit Blick nach Manhattan

Als verfrühtes Geburtstagsgeschenk sind wir noch einmal zum Liberty State Park gefahren, den ich im November letzten Jahres schon mit meiner Gastmutter besucht hatte-erinnert ihr euch?! Das Wetter war toll mit Sonnenschein und mehr als 30 Grad. Zum rumlaufen waren die Temperaturen jetzt nicht so, weswegen wir auf einem Boot unterwegs waren. Für eine Stunde sind wir auf dem Hudson River entlang geschippert und haben vom Wasser aus Ellis Island und die Statue of Liberty sehen dürfen. Zurück an Land hatten wir dann Lunch im Liberty House und haben uns noch das Denkmal angeguckt, für alle Bewohner aus New Jersey, die bei den 9/11 Attacken gestorben sind.

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Ein Letztes Mal

Letztes Wochenende ging es ein letztes Mal nach Long Island für unsere letzte Tagung von YFU, die uns darauf vorbereitet hat wieder nach Hause zu gehen. Also richtig nach Hause…nach  Deutschland, Dänemark, Italien, Japan oder in die Schweiz. Bei dieser Re-Entry Orientation haben wir auch amerikanische Schüler kennengelernt, die über den Sommer nach Japan oder Uruguay reisen werden. Obwohl wir nur drei Tagungen zusammen hatten, fühlt es sich an als ob wir uns alle schon ewig kennen und schon immer befreundet waren. Das ist allerdings auch üblich unter Austauschschülern, weil wir alle im selben Boot sitzen.

Auf dieser Tagung wurde eigentlich nur geredet und diskutiert. Wir haben mehr über unsere Erfahrungen und Erlebnisse geredet als alles andere. Lappalien wurden schnell abgehakt, auch wenn wir versucht haben alles in die Länge zu ziehen, da keiner sich verabschieden und gehen wollte. Beim Abschied sind dann einige Tränen gefallen und uns allen wurde einmal mehr bewusst, dass es bald wieder in die Heimat geht. Jeder von uns freut sich wohl nach Hause zu gehen…könnte man doch nur die lieb gewonnenen Menschen hier, mitnehmen. Aber das geht nun mal nicht und da müssen wir jetzt durch! Bevor ich jetzt zu sentimental werde, höre ich lieber auf zu schreiben-ein paar Wochen bleiben mir noch.

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Dänisch wie Deutschland

In den letzten Wochen nach den Ferien im April war alles ganz schön hektisch in der Schule, weswegen es schwer war, für alles andere genug Zeit zu finden. Schule ist wichtig, aber man muss sich auch mal ablenken und vor allem Spaß haben!

Zwei Wochenenden hatte ich mit meiner Freundin Victoria verbracht, die eine Austauschschülerin aus Dänemark ist und nicht weit von mir entfernt wohnt. Zusammen waren wir in einer riesigen Outlet Mall in New York State shoppen. Bei den tollen Deals konnten wir beide an Geschenken aufstocken-freut euch also schon mal darauf! Außerdem haben wir bei einen Weinhof/Biergarten gepicknickt und waren in der Cheesecake Factory essen (ist meiner Meinung nach das beste Kettenrestaurant in den Staaten, das ich bis jetzt testen durfte.)

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Jetzt bleibt natürlich immer noch die Frage warum Dänisch wie Deutsch?! Ich weiß nicht, ob ich es schon mal erwähnt hatte, aber als Austauschschüler kann man schon mal ziemlich merkwürdige Fragen und Kommentare bekommen. Am besten ist es das Ganze mit Humor zu nehmen, denn einer unserer Jobs ist natürlich Mythen aufzuklären und Stereotypen aus dem Weg zu schaffen. Als Dänin wird meine Freundin also ziemlich oft gefragt, ob sie denn Deutsche oder Niederländerin ist. Das Wort Danish (dänisch) verbinden viele Leute nicht auf Anhieb mit Denmark, was daran liegen könnte, dass ihnen das Land zu unbekannt ist. Beim  Erwähnen ihrer dänischen Nationalität wird sie also entweder als Dutch (niederländisch oder holländisch) betrachtet oder als deutsch, weil oft gedacht wird, das Dänemark ein Teil von Deutschland ist. Naja, zum Glück sind wir alle geduldige Erklär-Bären!

XOXO Sabine

Global Youth Service Day

Vom 15. bis 17. April war Global Youth Service Day. Dieses Wochenende findet, wie der Name schon sagt weltweit statt und Jugendliche werden dazu aufgerufen eigene Projekte zu planen oder bei bereits bestehenden Projekten zu helfen, um anderen oder ihren Gemeinden etwas Gutes zu tun. Das Konzept basiert also auf Gemeinnützigkeit und Zivildienst. Austauschschüler, die FLEX, YES oder PPP Stipendien haben, werden aufgefordert sich an einem Projekt zu beteiligen. Die Möglichkeiten sind endlos-von Präsentationen, über Umweltpflege bis zu humanitärer Arbeit.

Bei meiner Projektwahl habe ich mich dafür entschieden, girl scouts (Pfadfinder, in diesem Fall Mädchen) zu helfen, da es viele Pfadfinder hier in den USA gibt.  Zusammen haben wir mehrere Stunden lang Jeans zerschnitten, die später mit anderen Materialien zu Schuhen verarbeitet werden, für Kinder in Dritte Welt Ländern, die keine Schuhe haben.

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Das Projekt hat Spaß gemacht und es war toll neue Leute in der Gemeinde kennenzulernen.

XOXO Sabine

Sweet Home Chicago

Mitte April hieß es endlich spring break (Frühlingsferien), in der wir uns auf unseren langgeplanten Trip begeben haben.

Freitag früh ging es los auf unseren elfstündigen road trip. Unser erster Halt: Elkhart, Indiana. Dort haben wir uns mit meinem Gastbruder Will getroffen, der in Indiana lebt. Nach einer Nacht ging es weiter in Chicagos suburbs (Vorstädte), was ungefähr drei weitere Stunden Autofahrt hieß. Wir sind durch einen totalen Schneesturm in Indiana, in den strahlenden Sonnenschein in Illinois gefahren. Unser zweiter Stopp: Schaumburg, Chicago. In drei Tagen in der Vorstadt durfte ich Chicago Hot Dogs bei Portillo’s probieren, shoppen gehen und Familie und Freunde meiner Gasteltern treffen. Nach zwei Nächten ging es dann wieder weiter, dieses Mal in die downtown (Zentrum) von Chicago, wo wir  in etwa 48 Stunden verbracht haben. In diesen zwei Tagen haben wir eine Menge erlebt und gesehen. Auf dem Weg hatten wir noch kurz an Lake Michigan angehalten, einem der great lakes (großen Seen).

Gleich nach unserer Ankunft am Montag sind wir ins Art Institute of Chicago gegangen. Viele Dinge haben mich and das Met in New York City erinnert, aber es hatte natürlich auch etwas ganz eigenes. Weil das Museum an sich noch nicht genug war, wurden wir auch noch mit einer Vincent Van Gogh Sonderausstellung belohnt, was sehr beeindruckend war. Neben weltberühmten Kunstwerken von Van Gogh, hatte ich auch ein sehr bekanntes Selbstporträt aus der Heimat gefunden und zwar von der Künstlerin Käthe Kollwitz. Später am Tag haben wir uns dann die bekannte Chicago bean (Bohne) im Millennium Park angeguckt, in der sich die skyline widerspiegelt. Nach etwas Shopping ging es dann abends ins Rainforest Café essen. In diesem Kettenrestaurant sieht es aus wie im Regenwald, mit lebensgroßen Plastiktieren, die sich auf dem Platz bewegen und laute Tiergeräusche machen. Es gibt auch einen Wasserfall und die Kellner sind angezogen, als würden sie auf eine Safari gehen wollen. Wartet nur, bis ihr die Bilder seht…. Nach dem Abendbrot sind wir dann noch etwas durchs Zentrum gelaufen und haben den water tower gesehen-das einzige Gebäude, was das Chicago Fire in 1871 überlebt hat. Später hieß es dann relaxen im whirlpool im 27. Stock!

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Chicago, Tag 2. Zum Mittag sind wir zu Berghoff’s gegangen, ein deutsches Restaurant, das ziemlich bekannt ist in Chicago. Gegessen habe ich natürlich Schnitzel mit Kartoffeln-ich weiß klingt jetzt nicht so besonders, aber es ist ziemlich schwer hier authentisches deutsches Essen zu finden und von allem was ich bis jetzt so probiert habe, war das hier ziemlich nah dran und das Ambiente war auch sehr deutsch. Die Wurst hier habe ich schon lange aufgegeben, es ist einfach nicht das gleiche. Versteht mich nicht falsch-ich liebe es neue Sachen auszuprobieren, aber ab und an vermisst man eben die heimische Küche. Dann ist es ziemlich enttäuschend „Bratwurst“ zu lesen auf einer Packung, wenn es doch überhaupt nichts mit Bratwurst zutun hat. Naja, zurück zum Thema. Nach dem Mittagessen ging es zum Chicago River, wo unsere Bootsfahrt begann. Vor uns lag eine zweistündige Fahrt auf dem Fluss mit architektonischen Höhepunkten und der Geschichte der Stadt. Danach ging es zum berühmten Navy Pier, was aussah wie im Film. Wir hatten zwar strahlenden Sonnenschein, waren aber immer noch im Mittwesten…das heißt es waren so gute 10°C und Wind. Das Boot hatte übrigens keinen Innenbereich und keine Überdachung-ihr könnt euch also vorstellen, dass ich an dem Tag ziemlich durchgefroren war, als wir endlich zurück im Hotel waren für circa eine Stunde. Dann kamen auch schon meine Gastcousine oder Gastschwester, wie ich sie gerne nenne und ihr Freund. Mit ihnen sind wir dann Pizza essen gegangen. Chicago Style versteht sich. Das heißt ein tiefer Boden gefüllt mit einer Art Wurst, Pizza Soße und Käse. Klingt etwas eigen, was es auch ist. Ich würde sagen, dass ich auf jeden Fall schon schlechteres gegessen habe-dasselbe gilt übrigens für die Chicago Hot Dogs. Nach dem Abendbrot wollten wir dann ins 97.Stockwerk vom John Hancock Gebäude, weil man von dort aus einen tollen Ausblick auf die ganze Stadt hat. Nach 19 Uhr ist es unter 21-jährigen allerdings nicht erlaubt in diese Bar zu gehen. Wussten wir natürlich nicht und standen dann dumm da. Zum Glück gab es eine andere Möglichkeit: das  360° Panorama zwei Stockwerke tiefer, was außerdem etwas billiger war und auch eine Bar hatte. Die Fotos sind trotz zwei Stockwerken tiefer phänomenal geworden! (Ich weiß-schwer zu glauben.) Am nächsten Morgen hieß es dann mal wieder Koffer packen und auch schon fast bye bye Chicago. Auf dem Weg aus der Stadt haben wir noch beim Museum of Science and Industry angehalten. Dort haben wir eine Tour durch ein originales deutsches U-Boot aus dem 2. Weltkrieg unternommen. Es war sehr interessant etwas über das Leben in einem U-Boot zu erfahren und alles so gut erhalten zu sehen. Nun hieß es aber wirklich bye bye Chicago. Etwas traurig waren wir schon, aber es war garantiert nicht das letzte Mal.

Because Chicago is my kind of town.

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Nun ging es weiter oder besser gesagt zurück nach Indiana. Dieses Mal nach South Bend, Indiana, wo wir dann von Mittwoch bis Samstag bei einer Freundin von Lisa geblieben sind. Mittwoch Abend sind wir in ein richtig authentisches mexikanisches Restaurant gegangen mit einigen Freunden meiner Gasteltern, da sie eine Zeit lang in South Bend gelebt haben. Am Donnerstag ging es in die Mall und zur Maniküre mit meiner host mom. Wir hatten etwas Entspannung dringend nötig. Abends sind wir zu einem ziemlich guten Chinesen gegangen (ich zähle unsere ganzen Mahlzeiten nur auf, damit ihr seht wie viel ich über spring break gegessen habe…ihr habt ja keine Ahnung). Freitags haben wir eine Reise ins Amish country unternommen, was eine Region in Indiana ist, in der sehr viele Amische leben. Wir sind also in einem Amischen Restaurant Mittagessen gegangen, was „Das Essenhaus“ hieß und später wurden dann noch allerhand amische Produkte und Lebensmittel gekauft. Abends hieß es dann endgültig Koffer packen für unsere Reise, um  Samstagmorgen wieder ins Auto zu steigen für ungefähr 10 Stunden.

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In Amish Country

Abends um sieben waren wir wieder in New Jersey. Finally. Obwohl es mir gefallen hat, war ich froh am Ende wieder in meinem zweiten eigenem Bett zu schlafen und nicht von Hotel zu Hotel springen zu müssen.

Bis zum nächsten Mal!

 

 

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